No Saint PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Sven Pohl   

Mein Mountainbike

Den größten Teil des Jahres 2003 habe ich mich mit der Anschaffung eines neuen Mountainbikes beschäftigt.
Welches ist das Richtige? Rahmen? Ausstattung? Preis? Die üblichen Fragen, die man sich eben so stellt. Die Geschichte von der Auswahl bis zu den ersten Runden habe ich dann auch mal hier festgehalten.

 

Die Auswahl

Von vornherein stand für mich fest, daß es sich bei meinem nächsten Mountainbike um ein Fully handeln sollte. Begründung? Keine wirkliche. Ich wollte halt ein Fully. Basta.
Die Preisklasse habe ich auf < €1.800 festgelegt. Damit war die im Nachhinein größte Hürde genommen. Durch Berichte in Magazinen und dem Internet kann einem ganz schön der Mund wäßrig gemacht werden. Wenn man dann aber mal auf die Preise schaut, läuft es einem schnell eiskalt den Rücken herunter. Deshalb ist ein festgelegtes Preislimit nicht nur eine unliebsame Grenze, sondern hilft auch die verschiedenen Komponenten, Marken, usw. genau zu überdenken und zu vergleichen.

Bike Auswahl
Bike Auswahl

Nach vielen Vergleichen im Internet, Magazinen und beim Händler, blieben nur wenige Marken und Modelle übrig. Corratec RockLight Glacier, Stevens F9 Light und Cube AMS Comp blieben am Ende übrig. Doch dann bot sich noch eine vierte Alternative: Das Demian XT von NoSaint.

Die Entscheidung

Hätte ich mir dieses Limit nicht gesetzt und das entsprechende Kleingeld, hätte die Auswahl eher Gary Fisher, Rockymountain oder Cannondale gelautet. Deren Bikes sind zwar kultig und sehen geil aus, liegen für mein Budget aber in unerreichbaren Sphären. Die einzige Möglichkeit halbwegs günstig an diese Bikes zu kommen, sind Auslaufmodelle. Da ich aber einen sehr kleinen Rahmen brauche, gibt es da praktisch keine Chance, da sich die Händler nur Bikes in "M" oder "L" hinstellen und im Herbst günstig verkaufen. Also gleich vergessen.
Radsport Bornmann » in Kassel. Vor zehn Jahren hatte ich da mein erstes Mountainbike erworben. Damals natürlich noch ohne Federgabel. Also habe ich auf der Suche nach meinem ersten Fully auch einen Blick auf deren Angebot geworfen. Und da stand es dann auch. Das NoSaint Demian XT hatte es mir angetant. Nachforschungen in diversen Mountainbike-Foren nach Erfahrungen mit diesem Mountainbike brachten nur ein paar Hinweise auf einen Artikel in der Zeitschrift Bike über den Rahmen. Danach soll der Hinterbau mehr durch Antriebseinflüsse federn, denn durch Schläge von unten. Das brachte mich dann doch ins Grübeln. Aber was soll´s, Kassel ist nicht aus der Welt und da meine Sippe ja im Harz zu Hause ist, bin ich bei einem Wochenendbesuch einfach mal im Ladengeschäft vorbeigefahren.

No Saint Demian...
No Saint Demian XT

Im Laden angekommen, entdeckte ich das Bike auch umgehend. Und dann auch noch in meiner möglichen Rahmengröße: 42cm. Angeschaut, "probegesessen", gekauft. An der Komplett XT fehlt nur die Kurbel, die zugunsten der Versandbikes "kanibalisiert" wurde. Austausch würde zwei Wochen dauern, da keine XT Kurbeln verfügbar sind. So lange will ich nicht warten und ausserdem ist es mir ziemlich egal, da die LX Kurbel der XT kaum nachsteht. Es wird vereinbart, daß das Bike bis zu meiner Rückfahrt fertig ist (Kassette soll noch XT werden).
Aus meiner Sicht habe ich damit für einen Preis von € 1.650 ein Bike erworben, welches bei den Komponenten durchweg eine Nummer höherwertiger ist, als vergleichbare Markenbikes. "Abstriche" beim Rahmen kann ich nicht feststellen. Natürlich habe auch ich unsensibles Menschenkind, während diverser Probefahrten bei den Händlern, Unterschiede bei den Sitzpositionen festgestellt. Doch hier fühlte ich mich beim ersten Test richtig wohl. Und das ist für mich letztendlich das Wichtigste.

Die Ausstattung

  • Rock Shox Duke Race
  • Magura Air Pro CP RockShox MC 3.3 (seit 2008)
  • Shimano XT (nur Kurbel LX)
  • Magura Louise
  • Mavic Crossroc UST
  • Hutchinson Python UST Schwalbe Racing Ralph / Nobby Nic
  • Lenker, Vorbau, Sattelstütze: Ritchey
  • Sattel: NoSaint
 

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